Jahresbericht 2019

Künstliche Intelligenz in der Radiologie: mehr Zeit für das Wesentliche.

Künstliche Intelligenz (KI) ist auch in der Radiologie zunehmend ein Thema. Sie soll aber nicht etwa die Radiologinnen und Radiologen abschaffen, sondern sie bei der Bewältigung von Routineaufgaben effizient unterstützen.

Weniger Routinearbeiten

Verschiedene Systeme sind in der Lage Routinearbeiten wie das Ausmessen von Tumorherden in der Lunge zu übernehmen. Auch werden technische Verbesserungen erprobt und Neues bezüglich MR-Untersuchungen für die nahe Zukunft versprochen.

Intelligente Unterstützung

Damit KI in der Radiologie relevante Resultate liefern kann, müssen die Algorithmen noch mit grossen Mengen an Krankheitsbildern gefüttert werden. So lernen diese aus Millionen von Beispielen, zu vergleichen und daraus die richtigen Schlüsse abzuleiten.

Mehr Patientenzeit

Unter dem Aspekt, dass die Patientenzahlen laufend steigen und dadurch mehr Fälle in kürzerer Zeit zu bewältigen sind, kann KI in Zukunft eine weitreichende und sinnvolle Unterstützung bieten, sodass dem Personal mehr Zeit für die Patientinnen und Patienten bleibt.

Ausblick

Das Spital Zollikerberg möchte bei den neuen Technologien ganz vorne mit dabei sein. So wurde Anfang 2020 bereits ein Produkt erworben, das der Analyse von Becken-Bein-Arterien dient und in der kontrastmittelgestützten CT-Untersuchung eingesetzt wird. Ebenfalls möchte unser Haus möglichst bald vom grossen Potenzial des KI in der Unterscheidung von verschiedenen demenziellen Veränderungen profitieren.

Durch künstliche Intelligenz werden wir Zeit für das Wesentliche gewinnen: die Bedürfnisse unserer Patientinnen und Patienten
Dr. Stephan A. Meier,
Chefarzt, Leitung Radiologie

Radiologie